Sehr geehrte Damen und Herren der Stadt Köln,
Sehr geehrter Oberbürgermeister,
als Bürger dieser Stadt bin ich entsetzt über die offizielle Stellungnahme der Stadt Köln bezüglich der Straftat der Vergewaltigung. Lutz Hachmeister von der Cologne Conference hat im Namen der Stadt Köln beim WDR folgende Aussage getätigt: "Wir - und da kann ich auch für die Stadt Köln und die Filmstiftung NRW sprechen - waren übereinstimmend der Meinung, dass eine Tat, die mehr als 30 Jahre zurückliegt, gesühnt ist."
Die Stadt Köln sagt also, dass die Vergewaltigung eines unter Drogen gesetzten 13-jährigen Kindes durch einen über 40-jährigen Mann, der sich seitdem auf der Flucht vor einem Gerichtsurteil befindet, gesühnt ist, wenn nur genug Zeit ins Land gegangen ist; denn die Aussage hat Herr Hachmeister in Verbindung mit Roman Polanski gemacht.
Sollte dies nicht die offizielle Haltung der Stadt Köln sein, so erwarte ich eine öffentliche Zurechtweisung Herrn Hachmeisters durch die Stadt Köln, denn dann hat Herr Hachmeister das öffentliche Ansehen der Stadt Köln und aller ihrer Bürgerinnen und Bürger nachhaltig geschädigt, da er in unserem Namen behauptet hat, die Vergewaltigung eines Kindes sei nach 30 Jahren auch dann erledigt, wenn der Täter in der ganzen Zeit als Flüchtling frei unterwegs war.
Verstehen Sie mich recht: ich habe kein Problem damit, dass Roman Polanski einen Preis für seine Kunstwerke bekommt, der ohne Zweifel herausragende Künstler Roman Polanski steht hier nicht zur Debatte. Hier steht der Vergewaltiger Roman Polanski zur Debatte und ich erwarte klare Konsequenzen von Seiten der Stadt, da Herr Hachmeister im selben Interview auf dem WDR noch folgendes zum Besten gegeben hat:
"Jemanden, der sich bekanntermaßen öffentlich über Jahre in der Schweiz aufgehalten hat, ausgerechnet dann festzunehmen, wenn er einen Preis auf einem Filmfestival entgegen nehmen soll, das ist einfach sehr schlechter Stil."
Nein, nicht die Festnahme ist schlechter Stil, sondern die Tatsache, dass ein Vergewaltiger, der sich vor seiner Verantwartung und Sühne drückt, lange Zeit nicht festgenommen wurde. Wäre es nach Herrn Hachmeister gegangen, so wäre er auch hier in Köln am 3. Oktober 2009 nicht verhaftet worden. Wenn dem so ist, dann hätte sich Herr Hachmeister und auch die Stadt Köln schuldig gemacht, einen flüchtigen Verbrecher zu decken.
Es kann gar nicht deutlich genug betont werden: Jenseits seiner Verbrechen an dem 13-jährigen Mädchen hat Roman Polanski über 32 Jahre lang täglich das Gesetz gebrochen, da er sich auf der Flucht befand. Roman Polanski war somit jenseits der Vergewaltigung über 11688 Tage ein Gesetzesbrecher!
Dennoch wird die ganze Stadt Köln von Lutz Hachmeister als Komplize einer fragwüdigen Moral, die in der Aufhebung des Gleichheitsprinzips in der Rechtsprechung gipfelt, mit ins Boot genommen.
Ich will ein solcher Komplize nicht sein und verwehre mich gegen eine Vereinnahmung meiner Person als Bürger der Stadt Köln!
Desweiteren hat Lutz Hachmeister die Schweiz beleidigt. Die Entscheidung der Schweiz, einem Prominenten keine Sonderstellung zu geben, sondern ihn wie jeden anderen Menschen, der ein Kind vergewaltigt, dem Gesetz zu übergeben, kommentiert Lutz Hachmeister mit den Worten: "Die Schweiz nähert sich Iran an."
Dieser Satz ist so falsch, dass nicht mal mehr das Gegenteil richtig ist und zudem eine gnadenlose Verharmlosung der Situation im Iran, da dort Menschen verhaftet und getötet werden, weil sie Künstler sind, weil sie sich der Freiheit der Meinung und der Kunst bedienen. Die Aussage ist weiterhin eine Beleidigung der Schweiz, da Roman Polanski dort festgenommen wurde, obwohl er Künstler ist. Der Iran will Künstler und die freie Kunst vernichten, die Schweiz jedoch hat nur dafür gesorgt, dass ein Mensch wegen seiner Verbrechen gerichtet wird. Dies ist ein so offensichtlicher Unterschied, dass es mich schmerzt und wütend macht, ihn aufzuschreiben. Einem solchen Mann gibt nun die Stadt Köln das Recht in Sachen Vergewaltigung für die Stadt zu sprechen? Schlimm genug, dass ein Mann mit solchen Ansichten auf der Cologne Conference mit finanzieller Unterstützung der Stadt Köln zwischen guten und schlechten Filmen unterscheiden darf, jetzt schwingt er sich auch noch auf, Gut und Böse generell zu definieren und erklärt kurzerhand und absolut selbstgefällig eine ungesühnte Vergewaltigung als gesühnt - auch im Namen der Stadt Köln.
Dies ist eine Ungeheuerlichkeit. Ich erwarte eine Stellungnahme. Sollte ich keine Antwort von Ihnen erhalten, so nehme ich Ihre Haltung zur Vergewaltigung als offizielle Stellungnahme der Stadt Köln und seiner politischen Vertreter und Vertreterinnen.
Mit freundlichen, aber bestimmten Grüßen
und in Anbetracht der schwerwiegenden Sachlage auf zügige Antwort bestehend,
gerd buurmann
(Leitung des Severins-Burg-Theaters)
PS: Die letzten Worte überlasse ich Bill Maher.
Sonntag, 4. Oktober 2009
Donnerstag, 17. September 2009
Stammzellenforschung
Menschen, die es wagen, sich Gedanken zu einem Thema zu machen, das so komplex und vielschichtig ist wie die Stammzellenforschung, laufen Gefahr, Fehler zu machen. Da aber Fehler nötige Bestandteile in der Entwicklung des Menschen und der Menschheit sind, möchte ich nun ein paar Worte und Fragen zur Stammzellenforschung formulieren, in der Hoffnung, dass sich einige an dieser Diskussion beteiligen. Es geht bei der Stammzellenforschung schließlich um Menschen. Daher sollte kein Mensch von dieser Diskussion ausgeschlossen werden.
Mich wundert es einfach, dass nicht selten als Begründung für das Verbot der Stammzellenforschung die Würde des Menschen angeführt wird. Kann man in Falle einer befruchteten Eizelle wirklich von einem Menschen sprechen, der die gleiche Würde versehen ist, wie ein geborener Mensch? Ich bin mir durchaus darüber bewußt, dass ich mich hier auf gefährliches Terrain bewege, da jede Diskussion darüber, was ein Mensch ist, zwangsläufig auf eine Diskriminierung hinausläuft, nämlich eine Diskriminierung darüber, wer ein Mensch ist und was nicht. Da wir diese Unterscheidung aber täglich in unserem Leben fällen, und wenn auch nur immer dann, wenn wir uns entscheiden, was wir zu Mittag essen und dabei ganz selbstverständlich die Welt in Pflanzen, Tiere und Menschen einteilen, sollten wir uns auch einmal etwas Zeit nehmen, die Grundlagen unserer Unterscheidungsfähigkeit zu durchleuchten.
Ist eine befruchtete Eizelle oder ein Zellhaufen ein Mensch, der mit der gleichen Würde ausgestattet ist wie beispielsweise Angela Merkel?
Bin ich der einzige, der sich bei einer solchen Gleichsetzung in seiner eigenen Würde verletzt fühlt? Als ein mit Gefühlen und Ängsten versehener Mensch kann ich es ehrlich gesagt nur schwer ertragen, wenn meine Würde mit der Würde eines Zellhaufens gleichgesetzt wird, einem Zellhaufen, der im Gegensatz zu einem Schwein nicht mal atmet. Um es ganz deutlich zu sagen: Mich mit einem Zellhaufen gleichzusetzen, verletzt mich mehr, als mich mit einem Schwein zu vergleichen.
Was geht in einem Menschen vor, der eben noch auf ein Reagenzglas geschaut hat und nun seinen Blick auf mich richtet, um mir dann zu sagen, dass ich das gleiche Lebensrecht besäße, wie der Zellhaufen in dem Reagenzglas?
Ganz besonders fragwürdig wird die Angelegenheit, wenn ich annehmen muss, dass im Falle von Stammzellenforschung das Leid von lebenden Menschen behandelt werden könnte, ja, wenn sogar zur Aussicht steht, dass Stammzellenforschung tödliche Krankheiten heilen könnte. Welcher Mensch kann zu einem todgeweihtem Menschen, für den Stammzellenforschung die Hoffnung auf Genesung sein kann, sagen, dass er leider sterben müsse, da sein Leben gleichwertig mit dem eines Zellhaufen im Reagenzglas sei. Wie tief muss dieser Mensch ins Reagenzglas geschaut haben, um so ein Urteil fällen zu können?
Natürlich, darf das Leben eines Menschen nicht mit dem Leben eines anderen Menschen verrechnet werden und in der Mischna wird dieses vollkommen verständliche Gebot auch mit folgenden Worten erklärt: "Wer sagt dir, dass dein Blut röter ist als das Blut des anderen? Vielleicht ist das Blut der anderen röter d.h. kostbarer als das deine." Allerdings ist hier von Blut die Rede und ein Zellhaufen hat nun mal keinen Blutkreislauf. Damit möchte ich mich nun nicht in Spitzfindigkeiten flüchten, sondern vielmehr zeigen, dass für jeden Menschen eben doch noch mehr zum Menschsein dazugehört als eine menschliche DNA. Ich kann dies auch anhand eines einfachen Beispiels erklären.
Als in Deutschland darüber diskutiert wurde, ob im Falle der Gefahrenabwehr ein mit Passagieren besetztes Flugzeug, das von Terroristen entführt wurde und geradewegs auf ein Hochhaus zusteuert, abgeschossen werden darf, da urteilte das Bundesverfassungsgericht, dass ein solcher Abschuss nicht mit der Verfassung in Einklang gebracht werden könne. Die Richterinnen und Richter argumentierten, dass menschliches Leben niemals instrumentalisiert werden dürfe, selbst dann nicht, wenn dieses Leben dem Tode geweiht sei, da ja so die Logik der Terroristen übernommen werden würde, die schließlich auch kein Problem damit hätten, menschliches Leben zum Wohle ihrer Ideologie zu opfern.
Nun könnte ich an dieser Stelle lang und breit das Für und Wider des Abschusses eines von Terroristen entführten Flugzeugs diskutieren und ich bin mir sicher, dass ich niemals zu ein für alle Seiten zufriedenstellendes Ergebnis kommen würde, aber es geht mir um etwas anderes.
Ich kann mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass jeder Mensch, der mit einer gesunden Nächstenliebe ausgestattet ist, eine gewisse Hemmung hätte, dieses Flugzeug abzuschießen, da er wüßte, dass er damit unschuldige Menschen töten würde. Die Tatsache, dass diese Menschen eh gestorben wären, wird ihn nicht daran hindern, zumindestens zu zögern, wenn er nicht gar völlig von seiner Möglichkeit des Abschusses ablassen wird.
Was aber, wenn es kein Flugzeug wäre, das auf das Hochhaus zusteuert, sondern eine Bombe, die mit einer befruchteten Eizelle bestückt ist? Ich bin mir sicher, dass niemand, der noch alle moralischen Sinne beisammen hat, auch nur eine Sekunde zögern würde, diese Bombe abzuschießen. Ich bin mir sogar sicher, dass selbst dann kaum jemand zögern würde, wenn im Hochhaus nur ein Mensch, in der Bombe jedoch eine Millionen befruchtete Eizellen wären.
Dieses Beispiel zeigt meines Erachtens sehr gut, dass wir eine klare Unterscheidung zwischen einer, ach was sage ich, zwischen undendlich vielen befruchteten Eizellen und einem einzigen lebenden Menschen machen.
Daher kann ich einfach nicht verstehen, wie ein Mensch von der Menschenwürde einer befruchteten Eizelle sprechen kann, besonders, wenn er diese Würde mit der eines lebenden Menschen gleichsetzt.
Mich wundert es einfach, dass nicht selten als Begründung für das Verbot der Stammzellenforschung die Würde des Menschen angeführt wird. Kann man in Falle einer befruchteten Eizelle wirklich von einem Menschen sprechen, der die gleiche Würde versehen ist, wie ein geborener Mensch? Ich bin mir durchaus darüber bewußt, dass ich mich hier auf gefährliches Terrain bewege, da jede Diskussion darüber, was ein Mensch ist, zwangsläufig auf eine Diskriminierung hinausläuft, nämlich eine Diskriminierung darüber, wer ein Mensch ist und was nicht. Da wir diese Unterscheidung aber täglich in unserem Leben fällen, und wenn auch nur immer dann, wenn wir uns entscheiden, was wir zu Mittag essen und dabei ganz selbstverständlich die Welt in Pflanzen, Tiere und Menschen einteilen, sollten wir uns auch einmal etwas Zeit nehmen, die Grundlagen unserer Unterscheidungsfähigkeit zu durchleuchten.
Ist eine befruchtete Eizelle oder ein Zellhaufen ein Mensch, der mit der gleichen Würde ausgestattet ist wie beispielsweise Angela Merkel?
Bin ich der einzige, der sich bei einer solchen Gleichsetzung in seiner eigenen Würde verletzt fühlt? Als ein mit Gefühlen und Ängsten versehener Mensch kann ich es ehrlich gesagt nur schwer ertragen, wenn meine Würde mit der Würde eines Zellhaufens gleichgesetzt wird, einem Zellhaufen, der im Gegensatz zu einem Schwein nicht mal atmet. Um es ganz deutlich zu sagen: Mich mit einem Zellhaufen gleichzusetzen, verletzt mich mehr, als mich mit einem Schwein zu vergleichen.
Was geht in einem Menschen vor, der eben noch auf ein Reagenzglas geschaut hat und nun seinen Blick auf mich richtet, um mir dann zu sagen, dass ich das gleiche Lebensrecht besäße, wie der Zellhaufen in dem Reagenzglas?
Ganz besonders fragwürdig wird die Angelegenheit, wenn ich annehmen muss, dass im Falle von Stammzellenforschung das Leid von lebenden Menschen behandelt werden könnte, ja, wenn sogar zur Aussicht steht, dass Stammzellenforschung tödliche Krankheiten heilen könnte. Welcher Mensch kann zu einem todgeweihtem Menschen, für den Stammzellenforschung die Hoffnung auf Genesung sein kann, sagen, dass er leider sterben müsse, da sein Leben gleichwertig mit dem eines Zellhaufen im Reagenzglas sei. Wie tief muss dieser Mensch ins Reagenzglas geschaut haben, um so ein Urteil fällen zu können?
Natürlich, darf das Leben eines Menschen nicht mit dem Leben eines anderen Menschen verrechnet werden und in der Mischna wird dieses vollkommen verständliche Gebot auch mit folgenden Worten erklärt: "Wer sagt dir, dass dein Blut röter ist als das Blut des anderen? Vielleicht ist das Blut der anderen röter d.h. kostbarer als das deine." Allerdings ist hier von Blut die Rede und ein Zellhaufen hat nun mal keinen Blutkreislauf. Damit möchte ich mich nun nicht in Spitzfindigkeiten flüchten, sondern vielmehr zeigen, dass für jeden Menschen eben doch noch mehr zum Menschsein dazugehört als eine menschliche DNA. Ich kann dies auch anhand eines einfachen Beispiels erklären.
Als in Deutschland darüber diskutiert wurde, ob im Falle der Gefahrenabwehr ein mit Passagieren besetztes Flugzeug, das von Terroristen entführt wurde und geradewegs auf ein Hochhaus zusteuert, abgeschossen werden darf, da urteilte das Bundesverfassungsgericht, dass ein solcher Abschuss nicht mit der Verfassung in Einklang gebracht werden könne. Die Richterinnen und Richter argumentierten, dass menschliches Leben niemals instrumentalisiert werden dürfe, selbst dann nicht, wenn dieses Leben dem Tode geweiht sei, da ja so die Logik der Terroristen übernommen werden würde, die schließlich auch kein Problem damit hätten, menschliches Leben zum Wohle ihrer Ideologie zu opfern.
Nun könnte ich an dieser Stelle lang und breit das Für und Wider des Abschusses eines von Terroristen entführten Flugzeugs diskutieren und ich bin mir sicher, dass ich niemals zu ein für alle Seiten zufriedenstellendes Ergebnis kommen würde, aber es geht mir um etwas anderes.
Ich kann mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass jeder Mensch, der mit einer gesunden Nächstenliebe ausgestattet ist, eine gewisse Hemmung hätte, dieses Flugzeug abzuschießen, da er wüßte, dass er damit unschuldige Menschen töten würde. Die Tatsache, dass diese Menschen eh gestorben wären, wird ihn nicht daran hindern, zumindestens zu zögern, wenn er nicht gar völlig von seiner Möglichkeit des Abschusses ablassen wird.
Was aber, wenn es kein Flugzeug wäre, das auf das Hochhaus zusteuert, sondern eine Bombe, die mit einer befruchteten Eizelle bestückt ist? Ich bin mir sicher, dass niemand, der noch alle moralischen Sinne beisammen hat, auch nur eine Sekunde zögern würde, diese Bombe abzuschießen. Ich bin mir sogar sicher, dass selbst dann kaum jemand zögern würde, wenn im Hochhaus nur ein Mensch, in der Bombe jedoch eine Millionen befruchtete Eizellen wären.
Dieses Beispiel zeigt meines Erachtens sehr gut, dass wir eine klare Unterscheidung zwischen einer, ach was sage ich, zwischen undendlich vielen befruchteten Eizellen und einem einzigen lebenden Menschen machen.
Daher kann ich einfach nicht verstehen, wie ein Mensch von der Menschenwürde einer befruchteten Eizelle sprechen kann, besonders, wenn er diese Würde mit der eines lebenden Menschen gleichsetzt.
Samstag, 12. September 2009
Hass wird Pflicht
Jetzt ist es offiziell: Wer eine Israel-Flagge zeigt und sie nicht verbrennt, kann von einem deutschen Gericht zu € 300,- Strafe verurteilt werden.
Am 17. Januar 2009 fand in Bochum eine Demonstration von über 1500 Personen gegen den Staat Israel statt, zu der vier Moscheegemeinden aufgerufen hatten. Im Zuge dieser Demonstration wurden Parolen wie "Kindermörder Israel“, „Stoppt den Holocaust in Gaza“ und „Terrorist Israel“ laut. Alles schien darauf hinaus zu laufen, dass gleich jemand eine Israel-Flagge verbrennt, eine Aktion die in Deutschland zur traurigen Routine geworden ist, einem Land, in dem im Jahre 2009
jüdische Gemeindehäuser zerstört,
pro-jüdische Menschen auf offener Strasse angegriffen,
Hakenkreuze auf das Holocaust-Mahnmal geschmiert und
"Vergast die Juden"-Rufe unter Polizeischutz laut werden.
Als jedoch eine Studentin die Israel-Flagge herausholte, da verbrannte sie sie nicht, sondern schwenkte sie stolz als Zeichen der Solidarität mit Israel durch die Lüfte Bochums! Die Flagge hatte die Studentin nach eigenen Angaben bei sich, da sie gerade auf dem Weg zu einer Kundgebung in Duisburg gewesen sei. Als sie jedoch an dieser Demonstration vorbei kam, sei ihr klar geworden, dass sie hier dringender gebraucht werde und schwenkte zusammen mit ihren Freundinnen und Freunden, die ebenfalls auf dem Weg zur Kundgebung nach Duisburg waren, die Israel-Flagge und holten zudem noch ein paar Transparente heraus, die sie für die Duisburger Kundgebung im Gepäck hatten.
Eine solche spontane Demonstration ist ein Grundrecht aller Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland und durch die Verfassung garantiert, da eine spontane Demonstration anders als eine geplante Versammlung, nicht spätestens 48 Stunden zuvor angekündigt worden sein muss; so garantiert das Grundgesetz das Recht eines jeden Bürgers und einer jeden Bürgerin zum Widerstand gegen Unmenschlichkeit und Hass; und nichts anderes als Hass ist es, wenn über tausend Menschen den Tod Israels fordern. Wenn nicht hier ziviler Widerstand im Rahmen der Verfassung Deutschlands erlaubt ist, wann dann?
Auch die Polizei erkannte das Recht der Studentin auf Widerstand, denn laut Angaben der Studentin akzeptierte die Polizei nach einer kurzen Verhandlung das Angebot der Gruppe, offiziell eine Spontankundgebung anzumelden. Die Gruppe entrollte ihr Transparent, verteilte einige Flugblätter, in denen zur Solidarität mit Israel aufgerufen wurde, und beendete ihre Aktion nach kurzer Zeit wieder.
Doch die Staatsanwaltschaft leitete ein Strafverfahren gegen die Studentin ein, das mit einer Geldstrafe von € 300,- gegen die Studentin endete.
Damit hat das Amtsgericht beschlossen, dass die Polizei in Bochum nicht nach Deutschem Recht gehandelt hatte, als sie beschloss, nicht das Verbrennen einer Israel-Flagge zu schützen, sondern das Zeigen einer Israel-Flagge. Hätten die Bochumer Polizeibehörden doch bloß eher gewusst, dass nicht der Hass auf die Israel-Flagge das Problem ist, sondern die Flagge selbst. Wer weiß, vielleicht hätten sie dann so gehandelt wie ihre Kolleginnen und Kollegen aus Duisburg.
Im Januar 2009 nämlich hatten Einsatzkräfte in Duisburg eine private Wohnung in Abwesenheit der Mieter gestürmt, um eine Israel-Flagge aus dem Fenster zu entfernen, da eine aufgepuschte Meute von israelfeindlichen Judenhassern auf der Strasse den Anblick des blauen Davidsterns nicht ertragen konnten und in guter alter Tradition deutscher Pogrome damit begangen, das Fenster mit dem Davidstern mit Steinen zu bewerfen. Nun hätte die Polizei natürlich dafür sorgen können, dass die Meute mit ihrer Gewalt aufhört, aber stattdessen stürmte sie lieber die Wohnung und machte somit die Mieter der Wohnung nicht nur zu Opfern der Judenhasser, sondern gleich auch zu Opfern des Deutschen Staates. Wieder einmal kapitulierte der Deutsche Staat vor dem Terror der Sturmtruppen auf der Strasse. Es sollte keine drei Monate dauern, bis die Entscheidung der Duisburger Polizei, nicht die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, sondern die Opfer zu strafen, per Gutachten als rechtmäßig bezeichnet wurde.
Wir werden uns somit an ein neues Deutschland gewöhnen müssen, ein neues Deutschland, das gar nicht mehr so weit von dem uralten Deutschland entfernt ist.
Zwei neue Regelungen gilt es, sich zu merken:
1. Nicht das Werfen von Steinen gegen ein Fenster mit Davidstern ist ungesetzlich, sondern das Fenster selbst!
2. Das Zeigen der Israel-Flagge ist in Deutschland zu gewissen Zeiten nur dann erlaubt, wenn sie verbrannt wird.
Wenn es in Deutschland in diesem Tempo weiter geht, könnte es auch bald wieder geschehen, dass Synagogen in Deutschland eine Gefährdung der inneren Sicherheit darstellen. Die ersten Schritte dahin sind bereits getan. So wie einst für Nazis eine Synagoge eine Provokation darstellte, so argumentiert heute
die Bochumer Staatsanwältin, die Gruppe um die Studentin hätte die antiisraelische Demonstration mit der Israel-Fahne „provoziert“. Mit anderen Worten: Wenn sich Judenhasser in Deutschland durch einen Davidstern provoziert fühlen und bereit sind, ihre Agression in Gewalt umschlagen zu lassen, sind nicht etwa diese Gewalttäter Verbrecher, sondern jene Menschen, gegen die sich der Hass richtet und die nichts anderes tun, als ihrer Grundrechte zu nutzen.
Selbst die Richterin hielt den Angeklagten vor: „Das war keine ungefährliche Situation, die Sie geschaffen haben.“ Ach so, so wie es von den Juden vor dem 9. November 1938 auch eine nicht ungefährliche Situation gewesen war, sich überhaupt auf deutschem Boden nieder zu lassen. Kein Wunder also, dass die Juden und Jüdinnen damals für die Kosten der Zerstörungen der Pogromnacht selbst aufkommen mussten, nicht wahr verehrte Richterin?
*****
Die verurteilte Studentin ist dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um ihre nicht unerheblichen Prozesskosten begleichen zu können. (Steuerabzugsfähige) Spenden werden deshalb auf das folgende Konto von WADI e.V. erbeten:
WADI e.V.
Verwendungszweck (nicht vergessen!): Bochumer Fahnenstreit
Kontonummer: 612 305 602
Kreditinstitut: Postbank Frankfurt/Main
BLZ: 500 100 60
IBAN: DE43500100600612305602
BIC: PBNKDEFF
*****
Mein Dank gilt Lizas Welt für wichtige Informationen
Am 17. Januar 2009 fand in Bochum eine Demonstration von über 1500 Personen gegen den Staat Israel statt, zu der vier Moscheegemeinden aufgerufen hatten. Im Zuge dieser Demonstration wurden Parolen wie "Kindermörder Israel“, „Stoppt den Holocaust in Gaza“ und „Terrorist Israel“ laut. Alles schien darauf hinaus zu laufen, dass gleich jemand eine Israel-Flagge verbrennt, eine Aktion die in Deutschland zur traurigen Routine geworden ist, einem Land, in dem im Jahre 2009
jüdische Gemeindehäuser zerstört,
pro-jüdische Menschen auf offener Strasse angegriffen,
Hakenkreuze auf das Holocaust-Mahnmal geschmiert und
"Vergast die Juden"-Rufe unter Polizeischutz laut werden.
Als jedoch eine Studentin die Israel-Flagge herausholte, da verbrannte sie sie nicht, sondern schwenkte sie stolz als Zeichen der Solidarität mit Israel durch die Lüfte Bochums! Die Flagge hatte die Studentin nach eigenen Angaben bei sich, da sie gerade auf dem Weg zu einer Kundgebung in Duisburg gewesen sei. Als sie jedoch an dieser Demonstration vorbei kam, sei ihr klar geworden, dass sie hier dringender gebraucht werde und schwenkte zusammen mit ihren Freundinnen und Freunden, die ebenfalls auf dem Weg zur Kundgebung nach Duisburg waren, die Israel-Flagge und holten zudem noch ein paar Transparente heraus, die sie für die Duisburger Kundgebung im Gepäck hatten.
Eine solche spontane Demonstration ist ein Grundrecht aller Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland und durch die Verfassung garantiert, da eine spontane Demonstration anders als eine geplante Versammlung, nicht spätestens 48 Stunden zuvor angekündigt worden sein muss; so garantiert das Grundgesetz das Recht eines jeden Bürgers und einer jeden Bürgerin zum Widerstand gegen Unmenschlichkeit und Hass; und nichts anderes als Hass ist es, wenn über tausend Menschen den Tod Israels fordern. Wenn nicht hier ziviler Widerstand im Rahmen der Verfassung Deutschlands erlaubt ist, wann dann?
Auch die Polizei erkannte das Recht der Studentin auf Widerstand, denn laut Angaben der Studentin akzeptierte die Polizei nach einer kurzen Verhandlung das Angebot der Gruppe, offiziell eine Spontankundgebung anzumelden. Die Gruppe entrollte ihr Transparent, verteilte einige Flugblätter, in denen zur Solidarität mit Israel aufgerufen wurde, und beendete ihre Aktion nach kurzer Zeit wieder.
Doch die Staatsanwaltschaft leitete ein Strafverfahren gegen die Studentin ein, das mit einer Geldstrafe von € 300,- gegen die Studentin endete.
Damit hat das Amtsgericht beschlossen, dass die Polizei in Bochum nicht nach Deutschem Recht gehandelt hatte, als sie beschloss, nicht das Verbrennen einer Israel-Flagge zu schützen, sondern das Zeigen einer Israel-Flagge. Hätten die Bochumer Polizeibehörden doch bloß eher gewusst, dass nicht der Hass auf die Israel-Flagge das Problem ist, sondern die Flagge selbst. Wer weiß, vielleicht hätten sie dann so gehandelt wie ihre Kolleginnen und Kollegen aus Duisburg.
Im Januar 2009 nämlich hatten Einsatzkräfte in Duisburg eine private Wohnung in Abwesenheit der Mieter gestürmt, um eine Israel-Flagge aus dem Fenster zu entfernen, da eine aufgepuschte Meute von israelfeindlichen Judenhassern auf der Strasse den Anblick des blauen Davidsterns nicht ertragen konnten und in guter alter Tradition deutscher Pogrome damit begangen, das Fenster mit dem Davidstern mit Steinen zu bewerfen. Nun hätte die Polizei natürlich dafür sorgen können, dass die Meute mit ihrer Gewalt aufhört, aber stattdessen stürmte sie lieber die Wohnung und machte somit die Mieter der Wohnung nicht nur zu Opfern der Judenhasser, sondern gleich auch zu Opfern des Deutschen Staates. Wieder einmal kapitulierte der Deutsche Staat vor dem Terror der Sturmtruppen auf der Strasse. Es sollte keine drei Monate dauern, bis die Entscheidung der Duisburger Polizei, nicht die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, sondern die Opfer zu strafen, per Gutachten als rechtmäßig bezeichnet wurde.
Wir werden uns somit an ein neues Deutschland gewöhnen müssen, ein neues Deutschland, das gar nicht mehr so weit von dem uralten Deutschland entfernt ist.
Zwei neue Regelungen gilt es, sich zu merken:
1. Nicht das Werfen von Steinen gegen ein Fenster mit Davidstern ist ungesetzlich, sondern das Fenster selbst!
2. Das Zeigen der Israel-Flagge ist in Deutschland zu gewissen Zeiten nur dann erlaubt, wenn sie verbrannt wird.
Wenn es in Deutschland in diesem Tempo weiter geht, könnte es auch bald wieder geschehen, dass Synagogen in Deutschland eine Gefährdung der inneren Sicherheit darstellen. Die ersten Schritte dahin sind bereits getan. So wie einst für Nazis eine Synagoge eine Provokation darstellte, so argumentiert heute
die Bochumer Staatsanwältin, die Gruppe um die Studentin hätte die antiisraelische Demonstration mit der Israel-Fahne „provoziert“. Mit anderen Worten: Wenn sich Judenhasser in Deutschland durch einen Davidstern provoziert fühlen und bereit sind, ihre Agression in Gewalt umschlagen zu lassen, sind nicht etwa diese Gewalttäter Verbrecher, sondern jene Menschen, gegen die sich der Hass richtet und die nichts anderes tun, als ihrer Grundrechte zu nutzen.
Selbst die Richterin hielt den Angeklagten vor: „Das war keine ungefährliche Situation, die Sie geschaffen haben.“ Ach so, so wie es von den Juden vor dem 9. November 1938 auch eine nicht ungefährliche Situation gewesen war, sich überhaupt auf deutschem Boden nieder zu lassen. Kein Wunder also, dass die Juden und Jüdinnen damals für die Kosten der Zerstörungen der Pogromnacht selbst aufkommen mussten, nicht wahr verehrte Richterin?
*****
Die verurteilte Studentin ist dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um ihre nicht unerheblichen Prozesskosten begleichen zu können. (Steuerabzugsfähige) Spenden werden deshalb auf das folgende Konto von WADI e.V. erbeten:
WADI e.V.
Verwendungszweck (nicht vergessen!): Bochumer Fahnenstreit
Kontonummer: 612 305 602
Kreditinstitut: Postbank Frankfurt/Main
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Montag, 31. August 2009
Katholische Vernunft
„Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.” (Heinrich Heine)
Vielleicht hat Heinrich Heine Recht, aber für einen Menschen, der nicht der Katholischen Kirche angehört, ist die Vernunft absolut notwendig, um in die Gedankenwelt dieser fast zweitausend Jahre alten Religion und Philosophie verstehend eintauchen zu können.
Es lohnt sich sogar ab und zu, die Lehre der Katholischen Lehre zu studieren, denn sie birgt teilweise wahre Momente absoluter Freude, wie es zum Beispiel der amerikanische Komiker und Nicht-Katholik Tom Lehrer mit seinem Vatican Rag beweißt.
In meinem letzten Blogeintrag "Christen essen Juden auf" habe ich mich unter anderem mit der Katholischen Lehre der Transsubstantion (Wandlung) beschäftigt. Ich erhielt sofort einen bösen Kommentar, der mir vorwarf, schlecht recherchiert zu haben. Diesen Vorwurf möchte ich so natürlich nicht auf mich sitzen lassen.
Ich habe behauptet, die Katholische Lehre der Transsubstantion besage, im Moment der Eucharistie während der Katholischen Messe wandele sich die Hostie und der Wein in Jesu Fleisch und Blut und zwar nicht nur symbolisch, sondern "dem Wesen nach" ja sogar "in seinen Elementen".
Dies ist nun genau die Lehre des Katechismus der Katholischen Kirche, bestätigt im Jahre 1992 von Papst Johannes Paul II, dem Stellvertreter des Mannes, über dessen Blut und Fleisch wir hier gerade reden.
„Wer leugnet, dass im Sakrament der heiligsten Eucharistie wahrhaft, wirklich und wesentlich der Leib und das Blut zugleich mit der Seele und der Gottheit unseres Herrn Jesus Christus und folglich der ganze Christus enthalten ist, und behauptet, er sei in ihm nur wie im Zeichen, im Bild oder in der Wirksamkeit, der sei ausgeschlossen.“ [Konzil zu Trient, in Neuner-Roos: Der Glaube der Kirche, Nr. 577. Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1374]
Da haben wir es also, wer glaubt, die Hostie sei nur ein Symbol, der fliegt raus! Nur wer auch wirklich glaubt, das Fleisch des Juden Jesu zu verspeisen, ist in der Katholischen Kirche willkommen. Deutlicher geht es nicht. Da frage ich mich nur, was macht bloß ein katholischer Vegetarier? Kann er überhaupt das Heil des Leibes Christie empfangen? Einen Tofu-Jesus oder einen Gemüse-Christus wird es wohl so schnell nicht geben, was also macht der arme katholische Vegetarier? Jeden Sonntag seine Überzeugung aufgeben?
Nun gut, ein katholischer Vegetarier kann sich immer noch damit heraus reden, dass er behauptet, einfach nur keine Tiere zu essen und Jesus sei ja nun mal kein Tier sondern Mensch und Gott, und Menschen und Götter dürfe ein Vegetarier selbstveständlich essen.
„Durch die Konsekration des Brotes und Weines geschieht eine Verwandlung der ganzen Substanz des Brotes in die Substanz des Leibes Christi, unseres Herrn, und der ganzen Substanz des Weines in die Substanz seines Blutes. Diese Wandlung wurde von der heiligen katholischen Kirche treffend und im eigentlichen Sinne Wesensverwandlung (Transsubstantiation) genannt.“ [Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1376.]
Der ganze Jesus ist also in der Hostie anwesend. Da frage ich mich doch, mit oder ohne Vorhaut? Wird der erwachsene Jesus, der gekreuzigte Jesus, der Jude Jesus mit ohne Vorhaut leibhaftig in der Hostie oder der frisch geborene Jesus noch mit Vorhaut? Diese Frage ist mindests so berechtigt wie die Frage, ob bei Jesus Auferstehung auch seine Vorhaut mit auferstanden ist, oder ob Jesus doch beschnitten zu seinem Vater gefahren ist. Möglich ist natürlich auch, dass Jesus Vorhaut seperat und mit extra Flügel in den Himmel gekommen ist, aber mit dieser These und somit mit dem Penis des Kindes Jesus sollen sich lieber die katholischen Priester beschäftigen.
Was mich als Bürger der Europäischen Union viel mehr beschäftigt, ist die Frage nach der Haltbarkeit von Jesu Fleisch und Blut. Es gab ja jüngst erst wieder einen Gammelfleischskandal und die Katholische Kirche haut zweitausend Jahre altes Fleisch und zweitausend Jahre alten Wein raus? Hat die katholische Kirche eigentlich eine Schankgenehmigung dafür?
Soviel ich weiß, haben die Hostien, die die katholischen Priester an ihre Gemeinden aushändigen kein Verfallsdatum. Bricht die Katholische Kirche damit nicht Europanorm? Jedes Produkt, das an den Mann oder an die Frau in Europa ausgehändigt wird, muss ein Verfallsdatum besitzen und hygienisch rein verpackt sein. Müsste somit nicht jede Hostie in Folie gepackt und mit einem Verfallsdatum versehen ausgehändigt werden? Genau dies fordert die EU-Kommisarin Emma Bonino, aber nachgekommen wurde ihre Forderung nicht - warum bloß? Genießt die katholische Kirche etwa Sonderrechte in Europa?
Damit sollen sich die Juristinnen und Juristen beschäftigen. Was ich jetzt viel spannender finde ist die Frage, warum die katholische Kirche nicht die moderne Wissenschaft nutzt, um die zweite Ankunft des Herrn zu beschleunigen. Wenn sich während der Transsubstantion wirklich der Wein in Jesus Blut verwandelt und zwar seinem Wesen, seinen Elementen nach, warum entnehmen die Katholiken dann nicht einfach einen Tropfen, entschlüsseln die DNA und klonen einfach die zweite Ankunft des Herrn? Vielleicht ist das ja der Grund, weshalb Gott die Katholiken überhaupt mit Vernunft versehen hat, damit sie ihr Wissen und ihre Fähigkeiten nutzen können, um so die Ankunft des Herrn zu ermöglichen.
Also liebe Katholiken, nutzt Eure Gott-gegebene Vernunft und sorgt endlich für die Zweite Ankunft des Herrn, ihr könnt es schaffen. Wenn es Euch wirklich gelingen sollte, dann werde vielleicht sogar ich an Jesus als meinen Messias glauben.
Ihr seht, meine Seele ist noch nicht verloren. Darum kämpft, kämpft um mein Seelenheil und klont Jesus zur zweiten Ankunft in diese Welt, ich bitte Euch drum.
Vielleicht hat Heinrich Heine Recht, aber für einen Menschen, der nicht der Katholischen Kirche angehört, ist die Vernunft absolut notwendig, um in die Gedankenwelt dieser fast zweitausend Jahre alten Religion und Philosophie verstehend eintauchen zu können.
Es lohnt sich sogar ab und zu, die Lehre der Katholischen Lehre zu studieren, denn sie birgt teilweise wahre Momente absoluter Freude, wie es zum Beispiel der amerikanische Komiker und Nicht-Katholik Tom Lehrer mit seinem Vatican Rag beweißt.
In meinem letzten Blogeintrag "Christen essen Juden auf" habe ich mich unter anderem mit der Katholischen Lehre der Transsubstantion (Wandlung) beschäftigt. Ich erhielt sofort einen bösen Kommentar, der mir vorwarf, schlecht recherchiert zu haben. Diesen Vorwurf möchte ich so natürlich nicht auf mich sitzen lassen.
Ich habe behauptet, die Katholische Lehre der Transsubstantion besage, im Moment der Eucharistie während der Katholischen Messe wandele sich die Hostie und der Wein in Jesu Fleisch und Blut und zwar nicht nur symbolisch, sondern "dem Wesen nach" ja sogar "in seinen Elementen".
Dies ist nun genau die Lehre des Katechismus der Katholischen Kirche, bestätigt im Jahre 1992 von Papst Johannes Paul II, dem Stellvertreter des Mannes, über dessen Blut und Fleisch wir hier gerade reden.
„Wer leugnet, dass im Sakrament der heiligsten Eucharistie wahrhaft, wirklich und wesentlich der Leib und das Blut zugleich mit der Seele und der Gottheit unseres Herrn Jesus Christus und folglich der ganze Christus enthalten ist, und behauptet, er sei in ihm nur wie im Zeichen, im Bild oder in der Wirksamkeit, der sei ausgeschlossen.“ [Konzil zu Trient, in Neuner-Roos: Der Glaube der Kirche, Nr. 577. Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1374]
Da haben wir es also, wer glaubt, die Hostie sei nur ein Symbol, der fliegt raus! Nur wer auch wirklich glaubt, das Fleisch des Juden Jesu zu verspeisen, ist in der Katholischen Kirche willkommen. Deutlicher geht es nicht. Da frage ich mich nur, was macht bloß ein katholischer Vegetarier? Kann er überhaupt das Heil des Leibes Christie empfangen? Einen Tofu-Jesus oder einen Gemüse-Christus wird es wohl so schnell nicht geben, was also macht der arme katholische Vegetarier? Jeden Sonntag seine Überzeugung aufgeben?
Nun gut, ein katholischer Vegetarier kann sich immer noch damit heraus reden, dass er behauptet, einfach nur keine Tiere zu essen und Jesus sei ja nun mal kein Tier sondern Mensch und Gott, und Menschen und Götter dürfe ein Vegetarier selbstveständlich essen.
„Durch die Konsekration des Brotes und Weines geschieht eine Verwandlung der ganzen Substanz des Brotes in die Substanz des Leibes Christi, unseres Herrn, und der ganzen Substanz des Weines in die Substanz seines Blutes. Diese Wandlung wurde von der heiligen katholischen Kirche treffend und im eigentlichen Sinne Wesensverwandlung (Transsubstantiation) genannt.“ [Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1376.]
Der ganze Jesus ist also in der Hostie anwesend. Da frage ich mich doch, mit oder ohne Vorhaut? Wird der erwachsene Jesus, der gekreuzigte Jesus, der Jude Jesus mit ohne Vorhaut leibhaftig in der Hostie oder der frisch geborene Jesus noch mit Vorhaut? Diese Frage ist mindests so berechtigt wie die Frage, ob bei Jesus Auferstehung auch seine Vorhaut mit auferstanden ist, oder ob Jesus doch beschnitten zu seinem Vater gefahren ist. Möglich ist natürlich auch, dass Jesus Vorhaut seperat und mit extra Flügel in den Himmel gekommen ist, aber mit dieser These und somit mit dem Penis des Kindes Jesus sollen sich lieber die katholischen Priester beschäftigen.
Was mich als Bürger der Europäischen Union viel mehr beschäftigt, ist die Frage nach der Haltbarkeit von Jesu Fleisch und Blut. Es gab ja jüngst erst wieder einen Gammelfleischskandal und die Katholische Kirche haut zweitausend Jahre altes Fleisch und zweitausend Jahre alten Wein raus? Hat die katholische Kirche eigentlich eine Schankgenehmigung dafür?
Soviel ich weiß, haben die Hostien, die die katholischen Priester an ihre Gemeinden aushändigen kein Verfallsdatum. Bricht die Katholische Kirche damit nicht Europanorm? Jedes Produkt, das an den Mann oder an die Frau in Europa ausgehändigt wird, muss ein Verfallsdatum besitzen und hygienisch rein verpackt sein. Müsste somit nicht jede Hostie in Folie gepackt und mit einem Verfallsdatum versehen ausgehändigt werden? Genau dies fordert die EU-Kommisarin Emma Bonino, aber nachgekommen wurde ihre Forderung nicht - warum bloß? Genießt die katholische Kirche etwa Sonderrechte in Europa?
Damit sollen sich die Juristinnen und Juristen beschäftigen. Was ich jetzt viel spannender finde ist die Frage, warum die katholische Kirche nicht die moderne Wissenschaft nutzt, um die zweite Ankunft des Herrn zu beschleunigen. Wenn sich während der Transsubstantion wirklich der Wein in Jesus Blut verwandelt und zwar seinem Wesen, seinen Elementen nach, warum entnehmen die Katholiken dann nicht einfach einen Tropfen, entschlüsseln die DNA und klonen einfach die zweite Ankunft des Herrn? Vielleicht ist das ja der Grund, weshalb Gott die Katholiken überhaupt mit Vernunft versehen hat, damit sie ihr Wissen und ihre Fähigkeiten nutzen können, um so die Ankunft des Herrn zu ermöglichen.
Also liebe Katholiken, nutzt Eure Gott-gegebene Vernunft und sorgt endlich für die Zweite Ankunft des Herrn, ihr könnt es schaffen. Wenn es Euch wirklich gelingen sollte, dann werde vielleicht sogar ich an Jesus als meinen Messias glauben.
Ihr seht, meine Seele ist noch nicht verloren. Darum kämpft, kämpft um mein Seelenheil und klont Jesus zur zweiten Ankunft in diese Welt, ich bitte Euch drum.
Sonntag, 30. August 2009
Christen essen Juden auf!
Auf deutschen Strassen ruft die Menge "Juda verrecke" und in schwedischen Zeitungen werden Ritualmordvorwürfe laut - Willkommen im Jahre 2009.
Wer hätte je gedacht, dass es einmal so einfach sein wird. Man tausche nur das Wort Jude gegen Israeli und schon spielt die antisemitische Orgel wieder Toccata und Fuge. Dabei muss, wenn nur lange genug mit dem Wort Israel gejazzt wurde, irgendwann gar nicht mehr das Wort Israel benutzt werden. Ist der Antisemitismus erst wieder salonfähig geworden, kann man auch direkt wieder im Original trommeln, wie dieses Jahr unter anderem geschehen in Frankfurt und Amsterdam. Willkommen im Europa des Jahres 2009.
Es ist dieses Europa, in dem die deutsche Polizei vor dem tosenden Mob der Judenhasser, vor eben jenen Sturmtruppen des Antisemitismus' auf der Strasse kapitulierte und eine private Wohnung stürmte, um dort eine israelische Flagge zu entfernen, so geschehen in Duisburg. Das Europa im Jahre 2009 in dem Synagogen nicht nur in England, Belgien und Frankreich geschändet wurden, sondern auch Gemeindehäuser in Deutschland und Schweden.
Apropos Schweden, Schweden spielt ganz vorne in der Antisemitismus-Liga. Im Jahr 2009 versammelten sich in Schweden tausende von Menschen, um israelische Tennisspieler zu vertreiben, einzig und allein aus dem Grund, weil diese Tennisspieler das "Verbrechen" begangen haben, die israelische Staatsbürgerschaft zu besitzen.
Schwedische Autoren wie Jostein Gaarder und Henning Mankell rufen zur Zerstörung Israels auf und sind somit endgültig im Lager der Judenhasser angekommen.
Und zu allem Überfluss macht die schwedischen Zeitung Aftonbladet Israel einen Ritualmordvorwurf, indem sie behauptet, israelische Soldaten würden Körper palästinensischer Kinder ausweiden, um sich an ihren Organen zu vergehen.
Erschreckenderweise kommt hinzu, dass nicht wenige europäischen Medien diesen schwedischen Artikel zwar "antisemitisch" nennen, den Begriff "antismitisch" aber brav in Anführungszeichen setzen, ganz so, als sei die Behauptung bar aller Beweise, israelische Soldaten würden Kinderleichen schänden, nicht wirklich antisemitisch, sondern ein normales Produkt guter alter aufgeklärter Meinungsfreiheit und alles, aber nicht antisemitisch.
Im Jahr 2009 gibt es Antisemitismus somit nur noch in Anführungszeichen, quasi als Keule, als Waffe, ja als Vorwurf der Juden gegen die Welt. Antisemitismus wird in diesem Jahr im großen Stil entsorgt und als Auschwitzkeule kurzerhand zur Waffe der Juden erklärt.
All dies geschieht wahrhaft und so im Europa des Jahres 2009! Nicht 1939, nein 2009 - heute! Und wieder sucht man in Europa verzweifelt nach Menschen, die vor Empörung aufschreien und sich solidarisch auf die Seite der Juden und Jüdinnen stellen.
Der Ritualmordvorwurf hat eine in der christlichen Welt lange Geschichte und es erschreckt, mitansehen zu müssen, wie gut dieser Vorwurf noch heute funktioniert. So wie einst behauptet wurde, Juden bräuchten das Blut christlicher Kinder um ihre Rituale zu begehen, so brauchen Israelis heute die Organe palästinensischer Kinder.
Jahrhunderte lang glaubten nicht wenige Christen, dass Juden Christenblut für ihr Mazze-Brot bräuchten. Dabei sind es die Christen, die Judenblut für ihre Messen brauchen.
Laut christlichem und ganz besonders laut katholischem Selbstverständnis wandelt sich bei der Eucharistie die Hostie und der Wein in das Fleisch und das Blut des Juden Jesus. Diese Wandlung vollzieht sich, und hier gilt es hellhörig zu werden, wahrhaft, eine Transsubstantion eben. Nach der Eucharestie sind somit die Hostie und der Wein nicht nur symbolisch Jesu Fleisch und Blut, sondern wahrhaft.
Dies ist keine Unterstellung eines Ungläubigen, sondern genuin katholische Lehre, von großen Philosophen des Christentums wie Thomas von Aquin gelehrt und im Jahre 1992 von Papst Johannes Paul II im Katechismus der Katholischen Kirche bestätigt.
Die katholische Hostie ist somit aus Judenfleisch gemacht und der katholische Messwein ist Judenblut. Christen essen Juden auf! Während also der Vorwurf, Juden würden Christenblut für ihre Mazzebrot verwenden eine reine Erfindung der Judenhasser ist, geben Katholiken sogar selbst zu, im Grunde jeden Sonntag Judenblut und Judenfleisch für ihre Rituale zu verwenden. Verkehrte Welt!
Kein Wunder, dass Menschen, die selbst jeden Sonntag kannibalistisch tätig sind und aus eigener Überzeugung heraus Judenblut und Judenfleisch für ihre Hostien und Wein konsumieren, kein Problem damit haben, eine ähnliche Tat anderen zu unterstellen.
Jetzt bleibt nur noch die Frage, warum der Vorwurf noch heute zieht und warum sich auch der Islam anschickt, sich an die Spitze des Judenhass' zu kämpfen? Was läuft im Islam verkehrt, dass er frisch, fromm, fröhlich und frei seine Früchte des Judenhass' auf den gut gedünkten Boden des Christentums pflanzt? Wie ist es möglich, dass antisemitische Erzeugnisse der christlichen Welt, die totgeglaubt waren, aufeinmal in der islamischen Welt auferstehen?
Diese Frage lässt mich verzweifelt und hilflos zurück.
Aber so, wie ich von den Christen selbst verlange, dass sie das Christentum in seine Schranken weisen, so erwarte ich auch von den Muslimen, dass sie Antworten geben auf die Probleme, die sie selbst hervorgebracht haben.
Ich verlange, (ja, ich verlange!) von allen Muslimen und Christen, die sich zu ihrer Religion bekennen, Religionen, die vielleicht nicht aus ihrer selbst, aber aus der Überzeugung vieler ihrer Anhängerinnen und Anhänger heraus nichts weiter sind als eine brennende Gefahr nicht nur für das Leben aller Jüdinnen und Juden, ob nun in Israel lebend oder nicht, ich verlange von allen Menschen, dass sie ihre Religionen, Ideologien oder Überzeugungen hinterfragen und wenn notwendig in ihre Schranken weisen.
Antisemitismus ist unentschuldbar - ob nun gefrönt von deutschen Nazis, christlichen Fundamentalisten oder von islamischen Fanatikern.
Ich bin es einfach leid, nur deshalb die Bücher der Andersgläubigen zu lesen, weil sie versuchen, mir Angst zu machen.
Schluss damit!
Wer hätte je gedacht, dass es einmal so einfach sein wird. Man tausche nur das Wort Jude gegen Israeli und schon spielt die antisemitische Orgel wieder Toccata und Fuge. Dabei muss, wenn nur lange genug mit dem Wort Israel gejazzt wurde, irgendwann gar nicht mehr das Wort Israel benutzt werden. Ist der Antisemitismus erst wieder salonfähig geworden, kann man auch direkt wieder im Original trommeln, wie dieses Jahr unter anderem geschehen in Frankfurt und Amsterdam. Willkommen im Europa des Jahres 2009.
Es ist dieses Europa, in dem die deutsche Polizei vor dem tosenden Mob der Judenhasser, vor eben jenen Sturmtruppen des Antisemitismus' auf der Strasse kapitulierte und eine private Wohnung stürmte, um dort eine israelische Flagge zu entfernen, so geschehen in Duisburg. Das Europa im Jahre 2009 in dem Synagogen nicht nur in England, Belgien und Frankreich geschändet wurden, sondern auch Gemeindehäuser in Deutschland und Schweden.
Apropos Schweden, Schweden spielt ganz vorne in der Antisemitismus-Liga. Im Jahr 2009 versammelten sich in Schweden tausende von Menschen, um israelische Tennisspieler zu vertreiben, einzig und allein aus dem Grund, weil diese Tennisspieler das "Verbrechen" begangen haben, die israelische Staatsbürgerschaft zu besitzen.
Schwedische Autoren wie Jostein Gaarder und Henning Mankell rufen zur Zerstörung Israels auf und sind somit endgültig im Lager der Judenhasser angekommen.
Und zu allem Überfluss macht die schwedischen Zeitung Aftonbladet Israel einen Ritualmordvorwurf, indem sie behauptet, israelische Soldaten würden Körper palästinensischer Kinder ausweiden, um sich an ihren Organen zu vergehen.
Erschreckenderweise kommt hinzu, dass nicht wenige europäischen Medien diesen schwedischen Artikel zwar "antisemitisch" nennen, den Begriff "antismitisch" aber brav in Anführungszeichen setzen, ganz so, als sei die Behauptung bar aller Beweise, israelische Soldaten würden Kinderleichen schänden, nicht wirklich antisemitisch, sondern ein normales Produkt guter alter aufgeklärter Meinungsfreiheit und alles, aber nicht antisemitisch.
Im Jahr 2009 gibt es Antisemitismus somit nur noch in Anführungszeichen, quasi als Keule, als Waffe, ja als Vorwurf der Juden gegen die Welt. Antisemitismus wird in diesem Jahr im großen Stil entsorgt und als Auschwitzkeule kurzerhand zur Waffe der Juden erklärt.
All dies geschieht wahrhaft und so im Europa des Jahres 2009! Nicht 1939, nein 2009 - heute! Und wieder sucht man in Europa verzweifelt nach Menschen, die vor Empörung aufschreien und sich solidarisch auf die Seite der Juden und Jüdinnen stellen.
Der Ritualmordvorwurf hat eine in der christlichen Welt lange Geschichte und es erschreckt, mitansehen zu müssen, wie gut dieser Vorwurf noch heute funktioniert. So wie einst behauptet wurde, Juden bräuchten das Blut christlicher Kinder um ihre Rituale zu begehen, so brauchen Israelis heute die Organe palästinensischer Kinder.
Jahrhunderte lang glaubten nicht wenige Christen, dass Juden Christenblut für ihr Mazze-Brot bräuchten. Dabei sind es die Christen, die Judenblut für ihre Messen brauchen.
Laut christlichem und ganz besonders laut katholischem Selbstverständnis wandelt sich bei der Eucharistie die Hostie und der Wein in das Fleisch und das Blut des Juden Jesus. Diese Wandlung vollzieht sich, und hier gilt es hellhörig zu werden, wahrhaft, eine Transsubstantion eben. Nach der Eucharestie sind somit die Hostie und der Wein nicht nur symbolisch Jesu Fleisch und Blut, sondern wahrhaft.
Dies ist keine Unterstellung eines Ungläubigen, sondern genuin katholische Lehre, von großen Philosophen des Christentums wie Thomas von Aquin gelehrt und im Jahre 1992 von Papst Johannes Paul II im Katechismus der Katholischen Kirche bestätigt.
Die katholische Hostie ist somit aus Judenfleisch gemacht und der katholische Messwein ist Judenblut. Christen essen Juden auf! Während also der Vorwurf, Juden würden Christenblut für ihre Mazzebrot verwenden eine reine Erfindung der Judenhasser ist, geben Katholiken sogar selbst zu, im Grunde jeden Sonntag Judenblut und Judenfleisch für ihre Rituale zu verwenden. Verkehrte Welt!
Kein Wunder, dass Menschen, die selbst jeden Sonntag kannibalistisch tätig sind und aus eigener Überzeugung heraus Judenblut und Judenfleisch für ihre Hostien und Wein konsumieren, kein Problem damit haben, eine ähnliche Tat anderen zu unterstellen.
Jetzt bleibt nur noch die Frage, warum der Vorwurf noch heute zieht und warum sich auch der Islam anschickt, sich an die Spitze des Judenhass' zu kämpfen? Was läuft im Islam verkehrt, dass er frisch, fromm, fröhlich und frei seine Früchte des Judenhass' auf den gut gedünkten Boden des Christentums pflanzt? Wie ist es möglich, dass antisemitische Erzeugnisse der christlichen Welt, die totgeglaubt waren, aufeinmal in der islamischen Welt auferstehen?
Diese Frage lässt mich verzweifelt und hilflos zurück.
Aber so, wie ich von den Christen selbst verlange, dass sie das Christentum in seine Schranken weisen, so erwarte ich auch von den Muslimen, dass sie Antworten geben auf die Probleme, die sie selbst hervorgebracht haben.
Ich verlange, (ja, ich verlange!) von allen Muslimen und Christen, die sich zu ihrer Religion bekennen, Religionen, die vielleicht nicht aus ihrer selbst, aber aus der Überzeugung vieler ihrer Anhängerinnen und Anhänger heraus nichts weiter sind als eine brennende Gefahr nicht nur für das Leben aller Jüdinnen und Juden, ob nun in Israel lebend oder nicht, ich verlange von allen Menschen, dass sie ihre Religionen, Ideologien oder Überzeugungen hinterfragen und wenn notwendig in ihre Schranken weisen.
Antisemitismus ist unentschuldbar - ob nun gefrönt von deutschen Nazis, christlichen Fundamentalisten oder von islamischen Fanatikern.
Ich bin es einfach leid, nur deshalb die Bücher der Andersgläubigen zu lesen, weil sie versuchen, mir Angst zu machen.
Schluss damit!
Mittwoch, 19. August 2009
Kunst Gegen Bares
Im Internet habe ich folgende schöne Beschreibung zur Kunst Gegen Bares von einer Frau namens Annika gefunden.
Wer will, der darf hier auch, denn bei Kunst gegen Bares ist das Publikum gleichzeitig die Schauspieltruppe. Gerd Buurmann, Leiter des Severins-Burg-Theater, ruft jeden Montag Freiwillige aus dem Zuschauerraum auf die Bühne und moderiert mit kabarettistischen Einlagen. Dabei gibt es keinen Plan oder Line Up, nur Abwechslung und die ein oder andere Überraschung stehen als feste Punkte auf dem Programm. Schließlich sind die auftretenden Künstler meistens eine wilde Mischung aus gelernten Schauspieltruppen, begabten Newcomern und absoluten Bühnenneulingen, die frei wählen dürfen, womit sie auftreten. Am Ende des Abends erhält jeder Künstler sein eigenes Sparschwein und die Zuschauer können entscheiden ob und wie viel ihnen die Darbietungen wert waren. Der Publikumsliebling wird zum „Kapitalistenschwein“ der Woche gekürt.
In diesem Blog möchte ich mich nun bei einigen Künstlerinnen und Künstlern bedanken, die mir die letzten Monate in der Kunst Gegen Bares so unvergleichbar schön gemacht haben. Vielen Dank, dass Ihr alle bei mir in der Kunst Gegen Bares zu Gast ward. Ich freue mich auf weitere Abende mit Euch.
Mein Dank gilt:
Joseph Vicaire für seine hemmungslose Liebe zum Theater als Ort der Spontaneität. Niemand sonst kann mit seiner Stimme, seinem Körper, ja seinem Sein derat verzaubern wie er. Er ist der einzige Mensch, der sich rühmen darf, ein Muppet zu sein!
Martin Cordemann für seinen scharfen, schneidenden Witz und seinem Auge für das Komische; aber auch dafür, keinem Streit aus dem Wege zu gehen, wenn meiner Meinung nach ein Gag von ihm mal wieder auf ganz dünnem Eis zu Hause war.
Maria-Luise Winkendick für ihre gnadenlose Art der Moderation. Kaum eine Frau kann auf der Bühne mit so wenig Worten so viel sagen. Sie ist und bleibt die Meisterin der Pausen, sowie der wahre Faust und der hafte Quasi-Modo.
Anke Fuchs für die Selbstverständlichkeit, mit der sie dem Alltag auf die Finger schaut. Für sie gibt es keinen Moment, möge er auch noch so vergänglich sein, dem sie nicht doch noch etwas liebenswertes, ja sogar oft etwas befreiend komisches abgewinnt.
Georg Schnitzler für seine Liebe zum absurd Normalen und das Gefühl, das seiner ganzen Kunst inne wohnt, nämlich dass das Leben, egal wie unauffällig und unscheinbar es auch bei manchen Menschen erscheinen mag, immer lebens- und vor allen liebenswert ist.
Cris Revon für seine Lieder, aber vor allem für sein Gespür und seine Unkompliziertheit. Es ist immer wieder faszinierend, dabei zu sein, wenn er, der an sich so bescheiden wirkt, plötzlich einen ganzen Abend mit seiner Gitarre zu bereichern versteht.
Angela Krüll für die umwerfend ansteckende Lebensfreude, die sich selbst in ihrer Kritik behauptet. Nichts kann so schlicht sein, dass sie nicht noch das Besondere darin zu finden vermag.
Talishja van Aaken für die warme Hand, mit der sie nicht nur ihre Bilder malt und Gedichte schreibt, sondern die sie Künstlerinnen und Künstler reicht in ihrer selbstverständlichen Liebe zur Literatur und Kunst.
Nico Semsrott für seine Art, der heutigen Generation eine Stimme zu geben - eine Stimme so brutal, so ehrlich und so entsetzlich komisch.
Kai Spitzl für seine unvergleichliche Art, dem wohlfeilen Kabarettpublikum einen Spiegel so hinzuhalten, dass es etwas machen muss, wozu es im Kabarett sonst sehr selten gebracht wird: über sich selbst lachen!
Burkhard Schmiester für die Bilder, die er im Kopf hat und seine Fähigkeit, diese Bilder literarisch und inszenatorisch so zum Erblühen zu bringen, dass es eine Freude ist, Augen und Hirn zu haben.
Isabel Rohner für die glühenden Gedanken, die so oft mit haarscharfen, goldenen Pfeilen Vorurteile und Aberglauben ins Herz treffen, die sonnengleich Welten erleuchten und sturmartig wie Donner des Zeus dahinrauschen.
Henning Schmidtke für die Entscheidung, der ersten Liebe seines Lebens treu zu bleiben, der Musik, obwohl er sich noch einen Geliebten hält, nämlich das Wort. Musik, Wort, Schmidtke - ein wunderschöner Dreier.
Akascht für den Mut, dem Publikum die Möglichkeit zu geben, ihr Leben als tourende Künstler komischer zu finden als sie selbst. Akscht schafft es auf wunderbare Weise, der Niederlage ihre Daseinsberechtigung als Mutter der Komik zu geben.
Katrin Schyns für die brutal ur-komische Art, mit der sie sich im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Publikum auseinander setzt. Sie versteht es wie kaum eine Andere, Entsetzen und Lachen genial zu verschmelzen.
Meltem Kaptan für den Beweis, dass Humor und Ironie keine Grenzen kennt und alles, aber wirklich alles komisch sein kann. Sie zeigt ganz natürlich, dass Lachen immer auch ein Mitlachen sein kann und niemals ein Auslachen werden muss.
Heinz Gröning für seine hemmungslos symphatische Art, selbst die abgründigsten, ja manchmal sogar leicht boshaften Gedanken in den Seelen seines Publikums lachend zu Tage zu fördern.
Stefan Rosenland für seinen Witz, der geboren aus dem Intellekt, eben dort nicht verharrt, sondern sich emanzipiert hin zu der unerträglichen Komik des Seins.
Christoph Rummel für seine Fähigkeit, uns glauben zu machen, dass selbst Dosen, Bälle, Kegel und Klötze eine Seele haben; Seelen, die tanzen, wenn er sie jonglierend durch die Lüfte wirbelt.
Xaver Römer für sein Vermögen, der deutschen Sprache am Steiss zu fassen, um ihr dann Klänge und Tiefen zu entlocken, die einem Liebhaber oder einer Liebhaberin der deutschen Sprache einmal mehr beweißt, dass diese Liebe berechtigt ist.
Lothar Tolksdorf für seinen Mut zur Performance und zum Besonderen, aber auch für die Liebe, die er in seiner Literatur besonders für die vermeintlichen Verlierer dieser Welt aufbringt.
David Werker dafür, dass er nicht darüber verzweifelt ist, als Junge aus Siegen Germanistik in Köln studiert zu haben, sondern dass es ihm gelungen ist, selbst daraus Kapital zu schlagen, und wenn es auch nur ein Lachen ist. Aber er weiß halt, was auch schon Chaplin wusste: "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag!"
Danke.
Danke Euch allen.
Ihr habt mir gezeigt, dass Kermit der Frosch ein wahres Wort gesprochen hat:
NIMM WAS DU HAST UND FLIEG DAMIT!
Wer will, der darf hier auch, denn bei Kunst gegen Bares ist das Publikum gleichzeitig die Schauspieltruppe. Gerd Buurmann, Leiter des Severins-Burg-Theater, ruft jeden Montag Freiwillige aus dem Zuschauerraum auf die Bühne und moderiert mit kabarettistischen Einlagen. Dabei gibt es keinen Plan oder Line Up, nur Abwechslung und die ein oder andere Überraschung stehen als feste Punkte auf dem Programm. Schließlich sind die auftretenden Künstler meistens eine wilde Mischung aus gelernten Schauspieltruppen, begabten Newcomern und absoluten Bühnenneulingen, die frei wählen dürfen, womit sie auftreten. Am Ende des Abends erhält jeder Künstler sein eigenes Sparschwein und die Zuschauer können entscheiden ob und wie viel ihnen die Darbietungen wert waren. Der Publikumsliebling wird zum „Kapitalistenschwein“ der Woche gekürt.
In diesem Blog möchte ich mich nun bei einigen Künstlerinnen und Künstlern bedanken, die mir die letzten Monate in der Kunst Gegen Bares so unvergleichbar schön gemacht haben. Vielen Dank, dass Ihr alle bei mir in der Kunst Gegen Bares zu Gast ward. Ich freue mich auf weitere Abende mit Euch.
Mein Dank gilt:
Joseph Vicaire für seine hemmungslose Liebe zum Theater als Ort der Spontaneität. Niemand sonst kann mit seiner Stimme, seinem Körper, ja seinem Sein derat verzaubern wie er. Er ist der einzige Mensch, der sich rühmen darf, ein Muppet zu sein!
Martin Cordemann für seinen scharfen, schneidenden Witz und seinem Auge für das Komische; aber auch dafür, keinem Streit aus dem Wege zu gehen, wenn meiner Meinung nach ein Gag von ihm mal wieder auf ganz dünnem Eis zu Hause war.
Maria-Luise Winkendick für ihre gnadenlose Art der Moderation. Kaum eine Frau kann auf der Bühne mit so wenig Worten so viel sagen. Sie ist und bleibt die Meisterin der Pausen, sowie der wahre Faust und der hafte Quasi-Modo.
Anke Fuchs für die Selbstverständlichkeit, mit der sie dem Alltag auf die Finger schaut. Für sie gibt es keinen Moment, möge er auch noch so vergänglich sein, dem sie nicht doch noch etwas liebenswertes, ja sogar oft etwas befreiend komisches abgewinnt.
Georg Schnitzler für seine Liebe zum absurd Normalen und das Gefühl, das seiner ganzen Kunst inne wohnt, nämlich dass das Leben, egal wie unauffällig und unscheinbar es auch bei manchen Menschen erscheinen mag, immer lebens- und vor allen liebenswert ist.
Cris Revon für seine Lieder, aber vor allem für sein Gespür und seine Unkompliziertheit. Es ist immer wieder faszinierend, dabei zu sein, wenn er, der an sich so bescheiden wirkt, plötzlich einen ganzen Abend mit seiner Gitarre zu bereichern versteht.
Angela Krüll für die umwerfend ansteckende Lebensfreude, die sich selbst in ihrer Kritik behauptet. Nichts kann so schlicht sein, dass sie nicht noch das Besondere darin zu finden vermag.
Talishja van Aaken für die warme Hand, mit der sie nicht nur ihre Bilder malt und Gedichte schreibt, sondern die sie Künstlerinnen und Künstler reicht in ihrer selbstverständlichen Liebe zur Literatur und Kunst.
Nico Semsrott für seine Art, der heutigen Generation eine Stimme zu geben - eine Stimme so brutal, so ehrlich und so entsetzlich komisch.
Kai Spitzl für seine unvergleichliche Art, dem wohlfeilen Kabarettpublikum einen Spiegel so hinzuhalten, dass es etwas machen muss, wozu es im Kabarett sonst sehr selten gebracht wird: über sich selbst lachen!
Burkhard Schmiester für die Bilder, die er im Kopf hat und seine Fähigkeit, diese Bilder literarisch und inszenatorisch so zum Erblühen zu bringen, dass es eine Freude ist, Augen und Hirn zu haben.
Isabel Rohner für die glühenden Gedanken, die so oft mit haarscharfen, goldenen Pfeilen Vorurteile und Aberglauben ins Herz treffen, die sonnengleich Welten erleuchten und sturmartig wie Donner des Zeus dahinrauschen.
Henning Schmidtke für die Entscheidung, der ersten Liebe seines Lebens treu zu bleiben, der Musik, obwohl er sich noch einen Geliebten hält, nämlich das Wort. Musik, Wort, Schmidtke - ein wunderschöner Dreier.
Akascht für den Mut, dem Publikum die Möglichkeit zu geben, ihr Leben als tourende Künstler komischer zu finden als sie selbst. Akscht schafft es auf wunderbare Weise, der Niederlage ihre Daseinsberechtigung als Mutter der Komik zu geben.
Katrin Schyns für die brutal ur-komische Art, mit der sie sich im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Publikum auseinander setzt. Sie versteht es wie kaum eine Andere, Entsetzen und Lachen genial zu verschmelzen.
Meltem Kaptan für den Beweis, dass Humor und Ironie keine Grenzen kennt und alles, aber wirklich alles komisch sein kann. Sie zeigt ganz natürlich, dass Lachen immer auch ein Mitlachen sein kann und niemals ein Auslachen werden muss.
Heinz Gröning für seine hemmungslos symphatische Art, selbst die abgründigsten, ja manchmal sogar leicht boshaften Gedanken in den Seelen seines Publikums lachend zu Tage zu fördern.
Stefan Rosenland für seinen Witz, der geboren aus dem Intellekt, eben dort nicht verharrt, sondern sich emanzipiert hin zu der unerträglichen Komik des Seins.
Christoph Rummel für seine Fähigkeit, uns glauben zu machen, dass selbst Dosen, Bälle, Kegel und Klötze eine Seele haben; Seelen, die tanzen, wenn er sie jonglierend durch die Lüfte wirbelt.
Xaver Römer für sein Vermögen, der deutschen Sprache am Steiss zu fassen, um ihr dann Klänge und Tiefen zu entlocken, die einem Liebhaber oder einer Liebhaberin der deutschen Sprache einmal mehr beweißt, dass diese Liebe berechtigt ist.
Lothar Tolksdorf für seinen Mut zur Performance und zum Besonderen, aber auch für die Liebe, die er in seiner Literatur besonders für die vermeintlichen Verlierer dieser Welt aufbringt.
David Werker dafür, dass er nicht darüber verzweifelt ist, als Junge aus Siegen Germanistik in Köln studiert zu haben, sondern dass es ihm gelungen ist, selbst daraus Kapital zu schlagen, und wenn es auch nur ein Lachen ist. Aber er weiß halt, was auch schon Chaplin wusste: "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag!"
Danke.
Danke Euch allen.
Ihr habt mir gezeigt, dass Kermit der Frosch ein wahres Wort gesprochen hat:
NIMM WAS DU HAST UND FLIEG DAMIT!
Freitag, 7. August 2009
Gebt mir ein freies Palästina!
Folgenden Brüller habe ich jüngst von Henning Mankell gelesen:
"Israel wird es genauso ergehen wie Südafrika unter der Apartheidzeit. Die Frage ist nur, ob die Israelis Vernunft annehmen werden und freiwillig einer Abwicklung des Apartheidstaates zustimmen werden. Oder ob es zwangsweise geschehen wird […] Wenn Veränderungen kommen, wird es von dem einzelnen Israeli abhängen, ob er oder sie bereit ist, auf seine Privilegien zu verzichten und in einem palästinensischen Staat zu leben."
Was für Privilegien meint Henning Mankell eigentlich? Man möge mich berichtigen, wenn ich es etwas falsch verstanden habe, aber so wie es aussieht, möchte ein palästinensischer Staat keine Juden auf seinem Gebiet akzeptieren. Ich höre sowohl von palästinensichen Organisationen, als auch aus vielen europäischen und amerikanischen Mündern die Forderung, erst einmal mögen alle jüdischen Siedler verschwinden, bevor ein palästinenischer Staat gegründet werden könne. Mit anderen Worten: Für viele Menschen scheint nur ein "judenreines" Palästina ein wahres Palästina zu sein.
Man stelle sich mal vor, in Europa würde ein Staat, der deutsche gar, fordern, alle Jüdinnen und Juden mögen ihre Häuser, Immobilien und Grundstücke aufgeben. Diese Forderung würde einen Aufschrei auslösen (hoffe ich wenigstens). Einem palästinensischen Staat jedoch möchte eine nicht zu unterschätzende Gruppe von Menschen genau dieses Recht zusprechen.
Welche Privilegien meint Henning Mankell also?
Meint er vielleicht das Privileg eines Juden, Jude zu sein? Oder geht er doch noch einen ganzen Schritt weiter und meint damit das Privileg, überhaupt als Jude in Palästina leben zu dürfen?
Welche Privilegien kann er meinen?
Meint er vielleicht das Privileg nicht nur schwul zu sein, sondern auch schwul zu leben? In Palästina jedenfalls würde es dieses Privileg nach vorliegendem Verfassungsentwurf nicht geben.
Meint er vielleicht das Privileg, eine selbstbestimmte, ja emanzipierte Frau zu sein? Auch dieses Privileg würde es in Palästina nach vorliegendem Verfassungsentwurf nicht geben.
Sind wir schon so weit, dass wir das Recht, Jude, schwul oder emanzipiert zu sein als Privileg bezeichnen?
Nun, Henning Mankell scheint es genau so zu sehen und fällt somit nicht nur jedem schwulen Palästinenser in den Rücken. Für einen schwulen Palästinenser jedenfalls ist Israel momentan die einzige Oase im Nahen Osten, in der er sich frei und vor allem schwul bewegen kann.
Solange die vorliegende palästinensische Verfassung nicht vorsieht, dass alle Juden, Schwule und Frauen, ob nun jüdisch, lesbisch oder nicht mit einer Menschenwürde gleich an Rechten und Pflichten versehen wird, kann ich es sehr gut verstehen, wenn aufgeklärte Menschen, ob nun palästinensisch, jüdisch oder sonstwas keinen Zentimeter Boden an eine unaufgeklärte Verfassung abgeben möchten.
Ich bin mir sicher und die israelische Regierung macht dies immer wieder deutlich, sogar die momentane, dies kann nicht oft genug betont werden, dass Israel sofort einen palästinenischen Staat akzeptieren würde, wenn dieser Staat friedlich mit Juden und Jüdinnen in Israel und Palästina zusammenleben würde. Friede mit Israel. Mehr fordert die israelische Regierung im Grunde nicht. Diese einfache Forderung kann ich nur allzu gut verstehen. Es schockiert mich, mit ansehen zu müssen, wie Henning Mankell diese selbstverständliche Forderung auf dem Altar der "Toleranz" zu opfern bereit ist.
Ich persönlich gehe mit meinen Forderungen sogar noch einen Schritt weiter als die israelische Regierung:
Ich werde erst dann wirklich ein freies Palästina akzeptieren, wenn dort ein lesbisches Regierungsoberhaupt ihr Leben und Bett mit einer Jüdin teilen kann.
In diesem Sinne: Ich freue mich auf ein freies Palästina, lieber heute als morgen!
"Israel wird es genauso ergehen wie Südafrika unter der Apartheidzeit. Die Frage ist nur, ob die Israelis Vernunft annehmen werden und freiwillig einer Abwicklung des Apartheidstaates zustimmen werden. Oder ob es zwangsweise geschehen wird […] Wenn Veränderungen kommen, wird es von dem einzelnen Israeli abhängen, ob er oder sie bereit ist, auf seine Privilegien zu verzichten und in einem palästinensischen Staat zu leben."
Was für Privilegien meint Henning Mankell eigentlich? Man möge mich berichtigen, wenn ich es etwas falsch verstanden habe, aber so wie es aussieht, möchte ein palästinensischer Staat keine Juden auf seinem Gebiet akzeptieren. Ich höre sowohl von palästinensichen Organisationen, als auch aus vielen europäischen und amerikanischen Mündern die Forderung, erst einmal mögen alle jüdischen Siedler verschwinden, bevor ein palästinenischer Staat gegründet werden könne. Mit anderen Worten: Für viele Menschen scheint nur ein "judenreines" Palästina ein wahres Palästina zu sein.
Man stelle sich mal vor, in Europa würde ein Staat, der deutsche gar, fordern, alle Jüdinnen und Juden mögen ihre Häuser, Immobilien und Grundstücke aufgeben. Diese Forderung würde einen Aufschrei auslösen (hoffe ich wenigstens). Einem palästinensischen Staat jedoch möchte eine nicht zu unterschätzende Gruppe von Menschen genau dieses Recht zusprechen.
Welche Privilegien meint Henning Mankell also?
Meint er vielleicht das Privileg eines Juden, Jude zu sein? Oder geht er doch noch einen ganzen Schritt weiter und meint damit das Privileg, überhaupt als Jude in Palästina leben zu dürfen?
Welche Privilegien kann er meinen?
Meint er vielleicht das Privileg nicht nur schwul zu sein, sondern auch schwul zu leben? In Palästina jedenfalls würde es dieses Privileg nach vorliegendem Verfassungsentwurf nicht geben.
Meint er vielleicht das Privileg, eine selbstbestimmte, ja emanzipierte Frau zu sein? Auch dieses Privileg würde es in Palästina nach vorliegendem Verfassungsentwurf nicht geben.
Sind wir schon so weit, dass wir das Recht, Jude, schwul oder emanzipiert zu sein als Privileg bezeichnen?
Nun, Henning Mankell scheint es genau so zu sehen und fällt somit nicht nur jedem schwulen Palästinenser in den Rücken. Für einen schwulen Palästinenser jedenfalls ist Israel momentan die einzige Oase im Nahen Osten, in der er sich frei und vor allem schwul bewegen kann.
Solange die vorliegende palästinensische Verfassung nicht vorsieht, dass alle Juden, Schwule und Frauen, ob nun jüdisch, lesbisch oder nicht mit einer Menschenwürde gleich an Rechten und Pflichten versehen wird, kann ich es sehr gut verstehen, wenn aufgeklärte Menschen, ob nun palästinensisch, jüdisch oder sonstwas keinen Zentimeter Boden an eine unaufgeklärte Verfassung abgeben möchten.
Ich bin mir sicher und die israelische Regierung macht dies immer wieder deutlich, sogar die momentane, dies kann nicht oft genug betont werden, dass Israel sofort einen palästinenischen Staat akzeptieren würde, wenn dieser Staat friedlich mit Juden und Jüdinnen in Israel und Palästina zusammenleben würde. Friede mit Israel. Mehr fordert die israelische Regierung im Grunde nicht. Diese einfache Forderung kann ich nur allzu gut verstehen. Es schockiert mich, mit ansehen zu müssen, wie Henning Mankell diese selbstverständliche Forderung auf dem Altar der "Toleranz" zu opfern bereit ist.
Ich persönlich gehe mit meinen Forderungen sogar noch einen Schritt weiter als die israelische Regierung:
Ich werde erst dann wirklich ein freies Palästina akzeptieren, wenn dort ein lesbisches Regierungsoberhaupt ihr Leben und Bett mit einer Jüdin teilen kann.
In diesem Sinne: Ich freue mich auf ein freies Palästina, lieber heute als morgen!
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